Plinius – Epistulae – Liber decimus – Epistula 33 – Übersetzung

C. PLINIUS TRAIANO IMPERATORI
Cum diversam partem provinciae circumirem, Nicomediae vastissimum incendium multas privatorum domos et duo publica opera, quamquam via interiacente, Gerusian et Iseon absumpsit. Est autem latius sparsum, primum violentia venti, deinde inertia hominum quos satis constat otiosos et immobiles tanti mali spectatores perstitisse; et alioqui nullus usquam in publico sipo, nulla hama, nullum denique instrumentum ad incendia compescenda. Et haec quidem, ut iam praecepi, parabuntur; tu, domine, dispice an instituendum putes collegium fabrorum dumtaxat hominum CL. Ego attendam, ne quis nisi faber recipiatur neve iure concesso in aliud utantur; nec erit difficile custodire tam paucos.


Deutsche Übersetzung: (Buch 10, Brief 33)
C. Plinius an Kaiser Trajan
Als ich einen entlegenen Teil meiner Provinz inspizierte, hat in Nikomedia ein sehr ausgedehnter Brand viele Häuser von Privatleuten und zwei öffentliche Gebäude, obwohl eine Straße dazwischenlag, (nämlich) das Altersheim und den Isistempel, vernichtet. Er (=der Brand) hat sich aber weiter ausgebreitet, erstens durch die Gewalt des Windes, hierauf durch die Trägheit der Menschen, die – wie zur Genüge feststeht – untätig und bewegungslos als Zuschauer eines so großen Unglücks herumgestanden sind. Und überhaupt gab es nirgends in der Öffentlichkeit eine Feuerspritze, keinen Löscheimer, schließlich überhaupt kein Gerät, um Brände zu löschen. Und diese Dinge werden, wie ich es schon angeordnet habe, beschafft werden.
Du, (o) Herr bedenke, ob du glaubst, dass eine Handwerkerzunft von höchstens 150 Menschen eingerichtet werden muss. Ich werde Acht geben, dass niemand außer ein Handwerker aufgenommen wird und er dieses erlaubte Recht für nichts anderes verwendet; es wird nicht schwer sein, so wenige zu überwachen.

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