Phaedrus: Fabulae – 1,21 (Leo Senex, Aper, Taurus et Asinus) – Übersetzung

Lateinischer Text: Deutsche Übersetzung:
Leo Senex, Aper, Taurus et Asinus – Liber primus (1) Der alte Löwe, der Eber, der Stier und der Esel – Buch 1
Quicumque amisit dignitatem pristinam,
ignavis etiam iocus est in casu gravi.
Wer auch immer, der seine frühere Würde verloren hat, dient den Feigen auch in einem schweren Fall zum Gespött.
Defectus annis et desertus viribus
leo cum iaceret spiritum extremum trahens,
aper fulmineis spumans venit dentibus,
et vindicavit ictu veterem iniuriam.
Als ein von den Jahren geschwächter und von seinen Kräften verlassener Löwe sich niederlegte, den letzten Zug tuend, kam ein Eber mit blitzenden Hauern(eigtl: mit blitzschnellen Zähnen) und rächte sich mit einem Stoß für vergangenes Unrecht.
Infestis taurus mox confodit cornibus
hostile corpus. Asinus, ut vidit ferum
impune laedi, calcibus frontem extudit.
Bald durchbohrte ein Stier mit bedrohlichen(feindlichen) Hörnern den feindlichen Körper. Als ein Esel sah, dass man den Wilden ungestraft verletzten konnte, schlug er ihm mit den (Hinter)Hufen die Stirn ein.
At ille exspirans ‚Fortis indigne tuli
mihi insultare: Te, Naturae dedecus,
quod ferre certe cogor bis videor mori‘.
Jener sagte aushauchend: „Wiederwillig ertrage ich, dass die Starken mich verhöhnen(frei:auf mir herumtrampeln): Weil ich dich, du Schande der Natur ertragen muss, scheine ich zweimal zu sterben.“

4 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

  1. Ich würde den ersten Satz am Anfang anders übersetzen:
    Quimque=“wer auch immer“…und dann wie folgt weiter.

  2. Super Übersetzung, auch mit den frei übersetzten Vorschlägen, aber es sind ein paar Rechtschreibfehler (Wiederwillig)enthalten und es sind kaum kommata gesetz worden…

    • Danke für deine Anmerkung. Ich habe den Text nochmal gelesen und so den ein oder anderen Fehler behoben.

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